Redaktioneller Stand und Live-Abgleich: 21. Juli 2026
Das Wichtigste in einem Absatz
Mitragyna speciosa Korth. ist der akzeptierte botanische Name des Kratombaums. Die Art gehört zur Familie der Rötegewächse und wächst natürlicherweise in einem feuchttropischen Raum von Südindochina bis Neuguinea. Kratom, Biak und Katawn werden auch von Kew als gebräuchliche Namen geführt. Weitere Bezeichnungen wie Gratom, Kakuam, Ithang, Mabog oder Mambog begegnen in regionalen, älteren oder sekundären Namenslisten. Keine dieser Varianten bezeichnet eine eigenständige Pflanzenart.
Erstveröffentlichung
Jahr der von Kew geführten Erstveröffentlichung des akzeptierten Namens.
Rötegewächse
Botanische Familie mit Bäumen, Sträuchern und krautigen Arten.
Enzianartige
Übergeordnete botanische Ordnung der Rötegewächse.
Natürliches Biom
Kew ordnet die Art primär dem wet tropical biome zu.
Eine Art
Trivialnamen ändern die botanische Identität nicht.
Das botanische Artenporträt im Überblick
Was ist Mitragyna speciosa?
Mitragyna speciosa ist eine tropische Baumart aus der Gattung Mitragyna. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird der Baum als Kratombaum und sein Blattmaterial häufig als Kratom bezeichnet.
Der wissenschaftliche Name beschreibt die Pflanzenart selbst. Er bezeichnet weder eine bestimmte Farbe noch eine Handelsvariante, eine Herkunftsregion, eine Materialform oder eine einzelne Produktlinie.
Die Reisepass-Analogie
Der Artname ist der Reisepass – Handelsnamen sind zusätzliche Etiketten
Ein Reisepass identifiziert eine Person unabhängig von Spitznamen, Wohnort oder Beruf. Genauso identifiziert Mitragyna speciosa die Pflanzenart. Namen wie Green, Red, Borneo, Maeng Da oder Premium ergänzen eine Handelsbeschreibung, ersetzen aber nicht den botanischen Artpass.
Namensatlas von Mitragyna speciosa
Kratom, Gratom, Katawn oder Ketum: viele Namen – eine Pflanzenart
Für Mitragyna speciosa existieren regionale Namen, ältere Schreibweisen, Lautübertragungen und Begriffe aus internationalen Namenslisten. Einige sind gut dokumentiert, andere erscheinen nur vereinzelt oder in sekundären Quellen.
Diese Begriffe bezeichnen im Regelfall keine eigenen Pflanzenarten, Unterarten, Sorten, Qualitätsstufen oder Herkunftsgarantien. Der botanische Fixpunkt bleibt Mitragyna speciosa Korth.
Von Kew als gebräuchliche Namen geführt
Kratom · Biak · Katawn
Kew nennt diese Begriffe in der Economic Botany Collection als Common Names der Art. Die dortige Sprachzuordnung ist nicht für jeden einzelnen Begriff getrennt ausgewiesen.
International gebräuchlich
Kratom
Die heute international am weitesten verbreitete Trivialbezeichnung für den Baum und daraus hervorgehendes Blattmaterial.
Laut- und Schreibvarianten
Krathom · Kra Thom · Thom
Unterschiedliche Übertragungen und Verkürzungen, die vor allem im Zusammenhang mit thailändischen Sprachformen begegnen.
Malaiischer Sprachraum
Ketum · Biak · Biak-Biak
Regionale Namen, die besonders mit Malaysia und benachbarten Sprachräumen verbunden werden.
Historisch und sekundär überliefert
Katawn · Kakuam · Thang
Seltener verwendete Namen aus botanischen, behördlichen oder älteren internationalen Namenslisten.
Abweichende Schreibweise
Gratom · Gra-tom
Gelegentlich anzutreffende Schreibvarianten. Sie bezeichnen keine eigene Art und keine besondere Produktgruppe.
Uneinheitlich dokumentiert
Ithang
Der Begriff erscheint vereinzelt in sekundären Namenslisten. Eine präzise regionale oder sprachliche Zuordnung ist nicht einheitlich dokumentiert.
Eng verwandte Schreibweisen
Mambog · Mabog
Zwei alternative Schreibweisen eines weiteren überlieferten Namens für Kratom.
Deutsche Trivialbezeichnung
Roter Sentolbaum
Eine deutschsprachige Bezeichnung, die ebenfalls auf den Kratombaum verweist.
Nicht verwechseln
Handels- und Produktnamen
Green, Red, White, Maeng Da, Borneo, Super, Ultra oder Premium sind keine weiteren botanischen Namen der Art.
Der Namensschild-Merksatz
Ein Baum kann regional mehrere Namensschilder tragen. Seine botanische Identität verändert sich dadurch nicht: Hinter Kratom, Gratom, Katawn, Kakuam, Ithang, Biak, Ketum, Mabog und Mambog steht grundsätzlich dieselbe Pflanzenart – Mitragyna speciosa.
Der botanische Stammbaum von Mitragyna speciosa
Die Taxonomie ordnet eine Pflanzenart schrittweise in immer genauere Gruppen ein. Sie funktioniert wie ein Bibliothekssystem: vom großen Sachgebiet bis zum einzelnen eindeutig bestimmten Buch.
| Botanischer Rang | Wissenschaftliche Bezeichnung | Verständliche Einordnung |
|---|---|---|
| Reich | Plantae | Pflanzenreich |
| Ordnung | Gentianales | Enzianartige |
| Familie | Rubiaceae | Rötegewächse |
| Gattung | Mitragyna | Gattung verwandter Baumarten |
| Art | Mitragyna speciosa Korth. | Kratombaum |
Botanische Ordnung
Gentianales
Die Enzianartigen als übergeordnetes Kapitel im Pflanzenstammbaum.
Botanische Familie
Rubiaceae
Die Familie der Rötegewächse und ihre botanische Vielfalt.
Gesamtpflanze
Der Kratombaum
Wuchsform, Stamm, Krone, Blätter, Blüten und natürliche Entwicklung.
Was bedeutet der Name Mitragyna speciosa?
Botanische Artnamen bestehen gewöhnlich aus dem Gattungsnamen und einem Artzusatz. Das Autorenkürzel benennt die Person, der die botanische Erstbeschreibung beziehungsweise der akzeptierte Name zugeschrieben wird.
Mitragyna
Ordnet die Art einer Gruppe botanisch verwandter Bäume zu.
speciosa
Unterscheidet diese konkrete Art von weiteren Arten der Gattung.
Korth.
Standardisierte Abkürzung für den Botaniker Pieter Willem Korthals.
Natürliches Verbreitungsgebiet: von Südindochina bis Neuguinea
Kew beschreibt das natürliche Areal von Mitragyna speciosa als einen weitläufigen Raum von Südindochina bis Neuguinea. Die Formulierung umfasst Festlandregionen, Halbinseln und Inselgebiete.
Zu den detailliert geführten botanischen Gebieten gehören unter anderem Thailand, Myanmar, Kambodscha, Vietnam, Malaya, Borneo, Sumatra, die Philippinen und Neuguinea.
Schematischer Verbreitungskorridor
Ein botanischer Großraum – keine Herkunftsbescheinigung für einzelne Waren
Südindochina
Malaiische Halbinsel
Sumatra & Borneo
Philippinen
Neuguinea
Die Übersicht beschreibt einen natürlichen botanischen Verbreitungsraum. Sie belegt nicht den Ursprung eines konkreten Produkts, einer Charge oder eines Lieferanten.
Botanische Heimat ist nicht gleich Warenherkunft
Dass eine Pflanzenart in einem Land oder auf einer Insel natürlich vorkommt, beweist nicht, dass ein bestimmtes Pflanzenpulver aus genau diesem Gebiet stammt. Dafür müssen Produkt, Charge, Lieferant und Herkunftsunterlagen nachvollziehbar zusammenpassen.
Lebensraum: Feuchtigkeit prägt die botanische Kulisse
Kew ordnet Mitragyna speciosa dem feuchttropischen Biom zu. Botanische Beschreibungen verbinden die Art insbesondere mit feuchten Tieflandstandorten, Flussnähe, alluvialen Böden, zeitweise überfluteten Flächen und sumpfigen Lebensräumen.
Der Kratombaum ist daher nicht sinnvoll als typische Hochgebirgs- oder Trockenlandpflanze zu beschreiben. Einzelne Standorte können sich dennoch in Höhenlage, Boden, Überschwemmungsdynamik und Niederschlag unterscheiden.
| Standortmerkmal | Botanische Bedeutung | Was daraus nicht automatisch folgt |
|---|---|---|
| Feuchttropisches Klima | Grundlegende klimatische Einordnung | Identische Bedingungen an jedem Standort |
| Flussnähe | Einfluss von Wasser und Sedimenten | Bestätigung einer konkreten Produktherkunft |
| Alluviale Böden | Von Wasser transportierte Ablagerungen | Pauschal höhere Materialqualität |
| Feucht- und Sumpfwald | Zeitweise oder dauerhaft hohe Bodenfeuchtigkeit | Automatische Wildsammlung oder Nachhaltigkeit |
Wie lässt sich Mitragyna speciosa botanisch erkennen?
Eine Pflanzenart wird nicht durch ein einzelnes Blattdetail bestimmt. Erst das Zusammenspiel aus Wuchsform, Blattanordnung, Blattadern, Nebenblättern, Blütenständen, Früchten und Samen ergibt ein belastbares botanisches Gesamtbild.
Wuchsform
Tropischer Baum mit geradem Stamm und ausladender Krone.
Blätter
Einfach, gegenständig, elliptisch bis eiförmig und zugespitzt.
Blattadern
Deutlich sichtbare Mittelrippe und regelmäßig angeordnete Seitennerven.
Blütenstände
Zahlreiche kleine Blüten bilden dichte, annähernd kugelige Köpfe.
Fruchtverbände
Aus den Blütenköpfen entstehen kompakte Verbände zahlreicher Einzelfrüchte.
Samen
Kleine Samen mit dünnen flügelartigen Strukturen an beiden Enden.
Die Handschrift-Analogie
Ein einzelner Buchstabe identifiziert noch keine Handschrift
Eine Blattspitze oder Blattader kann einen Hinweis liefern. Erst mehrere zusammenpassende Merkmale ergeben jedoch eine zuverlässige botanische Einordnung.
Blattatlas
Kratomblätter
Blattform, Blattadern, Trocknung und Materialformen.
Größenbezogener Handelsname
Elephant Kratom
Große Blätter, Produktnamen und botanische Grenzen.
Green, Red, White, Wild und Maeng Da richtig einordnen
Im Handel werden Produkte nach Farben, Regionen, Blattformen oder eigenen Linien geordnet. Diese Begriffe können die Navigation erleichtern, bilden aber keine botanische Unterteilung der Art.
| Bezeichnung | Sinnvolle Einordnung | Was nicht automatisch bewiesen wird |
|---|---|---|
| Green Vein | Grüne Handels- oder Shopfamilie | Eigenständige Pflanzenart oder einheitliches Erntealter |
| Red Vein | Rote Handels- oder Shopfamilie | Dass jedes Blatt eine rote Ader besaß |
| White Vein | Weiße Handels- oder Shopfamilie | Dass das gemahlene Material weiß sein muss |
| Wild | Angegebene Bestands- oder Beschaffungskategorie | Automatische Nachhaltigkeit oder höhere Qualität |
| Maeng Da | Etablierter Handels- und Produktname | Botanische Unterart |
| Borneo, Sumatra oder Jongkong | Geografisch klingender Handels- oder Herkunftszusatz | Chargenbezogene Herkunft ohne passende Unterlagen |
Vom Blatt zur Material- und Produktform
Zwischen einem lebenden Blatt und einem fertig gekennzeichneten botanischen Farb- oder Dekorationsmaterial liegen mehrere mögliche Verarbeitungsschritte.
Blattmaterial
Botanisches Ausgangsmaterial wird einer Lieferung zugeordnet.
Trocknung
Feuchtigkeit wird reduziert und die Materialform verändert.
Zerkleinerung
Es entstehen Blattstücke oder feineres Pflanzenmaterial.
Mahlung
Die Körnung und Homogenität werden weiter verändert.
Produktlinie
Das Material wird einer Handels- oder Sortimentsfamilie zugeordnet.
Kennzeichnung
Produktseite und Verpackung erläutern Zweck und Sicherheit.
| Produktform | Grundlegende Beschreibung | Worauf zu achten ist |
|---|---|---|
| Getrocknete Blätter | Ganzes oder gröber zerkleinertes Blattmaterial | Struktur, Trocknungsgrad und Produktbeschreibung |
| Pflanzenpulver | Fein gemahlenes botanisches Material | Farbe, Mahlgrad, Charge und Kennzeichnung |
| Color Extract | Pulverförmige oder flüssige Produktlinie | Konkrete Variante und Produkthinweise |
| Premium- und Royal-Linien | Sortimentsspezifische Mischungen und Veredelungen | Zusammensetzung und Merkmale der jeweiligen Produktseite |
Botanische Identität, Qualität und Laborberichte
Die korrekte Artbezeichnung ist eine wichtige Grundlage. Sie sagt jedoch noch nicht automatisch aus, wie sauber, homogen, rückverfolgbar oder geprüft eine konkrete Warencharge ist.
Welche Pflanze?
- Art- und Lieferantenspezifikation
- sichtbare Materialmerkmale
- botanische Zuordnung
Welche Charge?
- Liefer- und Herkunftsunterlagen
- eindeutige Chargenzuordnung
- Verarbeitungs- und Lagerinformationen
Was wurde untersucht?
- konkret eingesandte Probe
- beauftragte Prüfparameter
- Verfahren und Berichtsergebnisse
Ein Laborbericht ist ein Ausschnitt – kein botanischer oder geografischer Universalpass
Ein Prüfbericht gilt für die darin bezeichnete Probe, die angewandten Verfahren und die tatsächlich untersuchten Parameter. Er ersetzt weder eine vollständige Pflanzenbestimmung noch eine Liefer- und Herkunftsdokumentation.
Qualitätsbegriff
Botanische Reinheit
Identität, Materialsauberkeit, Verarbeitung und Dokumentation.
Warenursprung
Herkunft von Kratom
Botanische Heimat, Anbauort, Verarbeitung und Chargenherkunft.
Produktwelt
Sortiment verstehen
Botanische Art, Produktfamilien und Handelsnamen auseinanderhalten.
Mitragyna speciosa im Faktencheck
Verbindlicher Produkt- und Sicherheitshinweis
Die auf Kratom.digital entsprechend gekennzeichneten Produkte werden ausschließlich an Erwachsene ab 18 Jahren abgegeben und als pflanzliche Farb- und Dekorationspigmente beziehungsweise botanisches Gestaltungsmaterial angeboten. Sie sind nicht zur Einnahme und nicht zum Verzehr bestimmt oder geeignet. Von Kindern und Jugendlichen fernhalten. Maßgeblich sind stets die Hinweise auf der konkreten Produktseite, der Verpackung und den dazugehörigen Unterlagen.
Häufige Fragen zu Mitragyna speciosa
Die Art hinter vielen Namen
Viele Namensschilder – ein botanischer Fixpunkt
Kratom, Gratom, Biak, Katawn, Kakuam, Ithang, Ketum, Mabog und Mambog führen sprachlich in unterschiedliche Richtungen. Botanisch laufen sie an einem Punkt zusammen: Mitragyna speciosa.
Quellen und weiterführende Seiten
-
Royal Botanic Gardens, Kew – Mitragyna speciosa Korth.
-
Kew Economic Botany Collection – Common Names: Biak, Katawn und Kratom
-
Kratom.digital – der Kratombaum
-
Kratom.digital – Kratomblätter
-
Kratom.digital – natürliches Vorkommen von Kratom
-
Kratom.digital – Herkunft von Kratom
-
Kratom.digital – Rötegewächse
-
Kratom.digital – Enzianartige und Gentianales
Dieser Beitrag ordnet Mitragyna speciosa botanisch ein und erläutert alternative Namen. Er bestätigt keine konkrete Plantage, Wildsammlung, Herkunft einer einzelnen Ware, Lieferantenbeziehung oder besondere Produkteigenschaft.
